19070 – Robotergesteuerte Prüf- und Montagestation für Dichtungen

 

Die Anlage dient zur automatischen Erkennung der Dichtung und deren Einbau in das Gehäuse eines Kfz-Anlasser.

Verwendungszweck des Geräts

Die Erkennung erfolgt durch die Überprüfung der Dichtungsfarbe (schwarz oder blau), das Einlegen wird mit einem SCARA-Roboter der Firma Epson durchgeführt. Die Maschine arbeitet in einer Produktionslinie, in der das Startergehäuse auf einer Palette über eine mehrere Dutzend Meter lange Förderbahn transportiert wird.

Funktionsbeschreibung

Automatischer Arbeitszyklus:

  • Transport der Dichtungen zur Ladevorrichtung;
  • Farbkontrolle der Dichtung. Eine falsche Dichtung wird in eine NOK-Box aussortiert;
  • Anhalten der Palette an der Station und Auslesen der Referenzdaten vom RFID-Chip;
  • Indexierung der Palette an der Station: Sicherstellung der korrekten Position für die Beladung;
  • Entnahme der Dichtung aus der Ladestation durch den Roboter mittels Saugkopf und Einlegen in das Gehäuse des Anlassers;
  • Rückstellung des Indexes und Weiterfahrt der Palette;
  • Kontrolle der Korrektheit nach dem Einlegen, gegebenenfalls Entnahme der NOK-Palette;
  • Wiederholung des Zyklus.

Aufbau der Anlage

VIBRATIONSZUFÜHRER

Die Station ist mit zwei Vibrationszuführern ausgestattet, die das Laden der Dichtungen aus dem Karton auf das Förderband der Maschine erleichtern. Jeder Behälter ist für einen bestimmten Dichtungstyp vorgesehen. Die Kapazität der Zuführer gewährleistet einen autonomen Betrieb der Station für 4–6 Stunden.

FÖRDERBAND

Die Station ist mit einem zweispurigen Förderband ausgestattet, das den Transport der Dichtungen zwischen den Vibrationszuführungen und der Beladestation gewährleistet. Dank der verwendeten Bänder, Klappen und Anschläge sorgt das Förderband für die Zuführung einzelner, nicht verklebter und nicht übereinanderliegender Dichtungen (die stark zum Verkleben neigen).

BELADESTATION

Die Beladestation gewährleistet eine wiederholbare Position für die Entnahme der Dichtung durch den Roboter. Zusätzlich wird die Position zur 100-prozentigen Sicherheit durch LRZ-Lasersensoren kontrolliert. Die Station ist zudem mit Lasersensoren zur Erkennung der Dichtungsfarbe ausgestattet.

SCARA-ROBOTER mit Vakuumgreifer

Das Einlegen der Dichtung in das Gehäuse erfolgt durch einen SCARA-Roboter der Firma Epson, der mit einem Vakuumgreifer ausgestattet ist. Der Greifer wurde so konstruiert und gefertigt, dass eine korrekte Positionierung der Dichtung gewährleistet ist. Zusätzlich verfügt der Greifer über ein Absaug- und Transportsystem für Staub/Talk aus den Dichtungen in einen dichten Behälter mit austauschbaren Beuteln;

PALETTENINDEX

Das Startergehäuse wird auf den Paletten des Förderers der Produktionslinie transportiert. Um eine wiederholbare Position für das Aufbringen der Dichtung zu gewährleisten, ist der Einsatz eines Palettenindexes erforderlich. Der Index besteht aus einem Stopper, der die Palette festhält, einem RFID-Sensor zur Rückverfolgbarkeit der Linie sowie einem durch einen Pneumatikzylinder angetriebenen Basismodul;

KONTROLLE NACH DEM BELADEN UND ABWURF DER NOK-PALETTEN

Um eine 100-prozentige Korrektheit der beladenen Dichtung zu gewährleisten, wurde die Station mit einem zusätzlichen Kontrollmodul nach dem automatischen Beladen ausgestattet. Das Modul dient der Kontrolle der Dichtungsmenge (Stapelhöhe im Gehäuse) sowie der Dichtungsfarbe. Wird ein Fehler erkannt, der beispielsweise durch das versehentliche Laden einer falschen Dichtung durch den Bediener entstanden ist, der die Station öffnen kann, wird die Palette mit dem NOK-Gehäuse automatisch aus der Linie entfernt – Palettenauswurf.

Vorteile für den Kunden/Anwender

  • vollständig automatisierter Ablauf der Kontrolle und des Einlegens der Dichtung;
  • fehlerfreie Farbkontrolle durch Lasersensoren;
  • sehr schnelles Einlegen – Zykluszeit von 3,7 Sekunden;
  • autonomer Betrieb: Befüllung der Vibrationsförderer nur alle 4–6 Stunden erforderlich;
  • automatische Verwaltung der NOK-Stückzahlen – kein Eingreifen des Bedieners erforderlich.